Erfolgreiche Förderbilanz

Michael Jordan

Blick zurück auf das vergangene Jahr: Der DAAD legt seinen Jahresbericht 2019 vor.

Für den DAAD war 2019 ein sehr erfolgreiches Jahr: Rund 150.000 Studierende, Graduierte und Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler erhielten eine Förderung. Knapp 47.000 deutsche Studierende gingen mit einer Erasmus-Förderung ins Ausland, 33.000 Studierende sind weltweit in deutschen transnationalen Bildungsangeboten eingeschrieben, beispielsweise an der 2019 eröffneten „German International University of Applied Sciences“ in Ägypten.

„Die Wissenschaft und die grenzüberschreitende Kooperation sind so gefragt wie selten zuvor“, sagt DAAD-Präsident Prof. Dr. Joybrato Mukherjee. Forscherinnen und Forscher, Organisationen und Institutionen in aller Welt kämpften gemeinsam gegen eine Krankheit von globalem Ausmaß. „Wir erleben gerade jetzt, wie wichtig es ist, die internationale Zusammenarbeit in der Wissenschaft zu stärken und den internationalen Austausch der besten Köpfe zu fördern und auszubauen. 

DAAD-Jahresbericht 2019 erschienen

DAAD/Sebastian Wilke
Plädiert für eine Stärkung der wissenschaftlichen Zusammenarbeit in schwierigen Zeiten: DAAD-Präsident Prof. Joybrato Mukherjee.

Neue Projekte: internationale Mobilität und Digitalisierung 
In Zeiten eines weltweiten Lockdowns wird dabei besonders deutlich, dass sich der Trend zur Digitalisierung in der DAAD-Förderung positiv auswirkt: „Das im vergangenen Jahr gestartete Projekt ‚Internationale Mobilität und Kooperation Digital‘, kurz IMKD, ist ein Meilenstein, wenn es darum geht, physische Mobilität um digitale Komponenten zu erweitern, und gerade bei geschlossenen Fakultäten von großem Wert“, so DAAD-Generalsekretärin Dr. Dorothea Rüland. Auch in den zehn vom DAAD geförderten Fachzentren in den Ländern Afrikas habe es 2019 einen digitalen Schub gegeben. Teile des Lehrangebots ständen nun digital und somit auch in Zeiten von Ausgangsbeschränkungen zur Verfügung. 

Mit den neuen Programmen zur Internationalisierung der Hochschulen für angewandte Wissenschaften und Fachhochschulen („HAW. International“) und zur Internationalisierung der Lehramtsausbildung („Lehramt.International“) fördert der DAAD Diversität und Chancengerechtigkeit. Die Programme sprechen ganz bewusst Zielgruppen an, die bislang unterdurchschnittlich mobil sind: Erstakademikerinnen und -akademiker, Studierende mit Migrationshintergrund, aber auch Lehramtsstudierende, die später in ihren Schulen in einem zunehmend diversen Umfeld arbeiten. Gleichzeitig unterstützt der DAAD damit die Hochschulen bei der Internationalisierung ihrer Lehrangebote. Mit der Gründung eines neuen Kompetenzzentrums Internationale Wissenschaftskooperationen wurde 2019 zudem eine Plattform geschaffen, um die deutschen Hochschulen aktiv bei der Anbahnung und Weiterentwicklung ihrer internationalen Kooperationen zu unterstützen.

DAAD-Jahresbericht 2019 erschienen

DAAD/Sebastian Wilke

Hebt die positiven Auswirkungen des Digitalisierungstrends in der DAAD-Förderung hervor: Generalsekretärin Dr. Dorothea Rüland.

Zehn Jahre internationale Exzellenzentren
Im Jahr 2019 lag der Fokus des DAAD darauf, weltweit akademische Partnerschaften zu erhalten, auszubauen und immer wieder mit neuen Ideen zu bereichern. Gemeinsam mit Partnern, Hochschulen und dem Auswärtigen Amt feierte der DAAD im vergangenen Jahr „Zehn Jahre Exzellenzzentren“ weltweit: Die fünf Zentren in Thailand, Russland, Kolumbien (2x) und Chile vernetzen junge Forscherinnen und Forscher mit der Wissenschaftscommunity in Deutschland und machen vielfältige Forschungsaktivitäten deutscher Hochschulen im Ausland sichtbar. „Solche langfristigen Förderungen ermöglichen den Aufbau dauerhafter wissenschaftlicher Netzwerke. Diese sind gerade jetzt in der Corona-Krise, in der Mobilitäten drastisch eingeschränkt sind, enorm wichtig“, so DAAD-Präsident Mukherjee.

Erfolgreiche Förderbilanz
Für den DAAD war 2019 ein sehr erfolgreiches Jahr: Rund 150.000 Studierende, Graduierte und Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler erhielten eine Förderung. Knapp 47.000 deutsche Studierende gingen mit einer Erasmus-Förderung ins Ausland, 33.000 Studierende sind weltweit in deutschen transnationalen Bildungsangeboten eingeschrieben, beispielsweise an der 2019 eröffneten „German International University of Applied Sciences“ in Ägypten. Der Gesamthaushalt des DAAD betrug im vergangenen Jahr knapp 600 Millionen Euro, mit über 70 Vertretungen in seinem globalen Netzwerk setzt sich der DAAD weltweit für die Förderung des akademischen Austausches und ein positives Bild des Forschungs- und Studienstandortes Deutschland ein.

Berichte der Außenstellen 
Zeitgleich mit dem Jahresbericht wurden auch die Berichte der DAAD-Außenstellen veröffentlicht, die ein komplexes Bild der politischen, wirtschaftlichen, sozialen und insbesondere der hochschulpolitischen Lage in den jeweiligen Ländern vermitteln.

Volker Corsten (20. Mai 2020)