Deutsche Hochschulen erhalten Förderungen in Rekordhöhe für ihren europäischen und internationalen Austausch im Rahmen von Erasmus+. Im Vergleich zum Vorjahr wurde das Budget um 6,3 Millionen angehoben. Im Wintersemester 2020/21 werden wegen der Corona-Pandemie erstmals auch ‚Blended Mobility‘-Aufenthalte im Erasmus+ Programm gefördert.

Die Auswirkungen von COVID-19 hat man an deutschen Hochschulen in der Lehre und auch in der internationalen Studierendenmobilität deutlich gespürt. Eine aktuelle Befragung des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD) zu den Corona-Auswirkungen unter deutschen Hochschulen zeigt: Weltweite Reisebeschränkungen haben den Austausch erwartungsgemäß stark beeinträchtigt, Digitalisierungsmaßnahmen hingegen wurden von nahezu allen Hochschulen erfolgreich umgesetzt. Anders als in den USA konnten Wohnheimschließungen zudem weitgehend vermieden werden.

Kommende Woche übernimmt Deutschland für sechs Monate die Ratspräsidentschaft der Europäischen Union. Der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD) erwartet von der Bundesregierung, während der Präsidentschaft die Weichen für eine Stärkung von Bildung und Wissenschaft in der EU zu stellen. Zentral seien insbesondere die Themen Brexit-Verhandlungen, Wissenschaftsfreiheit und Erasmus-Austausch.

Potenziale weltweit fördern, Vernetzung von Wissenschaft stärken und Expertise in internationale Beziehungen einbringen: Dies sind zentrale Handlungsfelder der neuen Strategie des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD). Die weltweit größte Förderorganisation für wissenschaftlichen Austausch stellt mit dem Papier die Weichen für die kommenden fünf Jahre und adressiert zentrale Chancen und Herausforderungen für die internationale Positionierung der deutschen Hochschulen und des Wissenschaftssystems bis zur Mitte der Dekade.

Kurz vor dem Weltflüchtlingstag am 20. Juni weist der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD) darauf hin, dass die Qualifizierung von Geflüchteten eine dauerhafte Aufgabe für das deutsche Hochschulsystem sei. Die steigenden Flüchtlingszahlen weltweit erhöhten den Bedarf an beständigen akademischen Vorbereitungs- und Qualifizierungsprogrammen für Geflüchtete an den Hochschulen im Land.